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Hilfe für die Kinder von Phnom Penh

Die Müllkinder von Phnom Penh – die Schattenseite der Mülltrennung

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Wie jeder wirtschaftliche Aufschwung hat auch der Aufstieg Kambodschas einen breiten Schatten auf die arme Bevölkerung des Landes geworfen. Mit dem Aufschwung des Staates hat auch der Konsum im Land Einzug gehalten, und mit ihm kam die Wegwerfkultur der westlichen Länder. Der unsortiert auf Halden lagernde Müll entwickelt sich nun mehr und mehr zum Magneten verarmter Straßenkinder. Die in den Massen scharfkantiger Glassplitter und giftiger Dämpfe verborgenen  wertvollen Rohstoffe locken mit schnellem Profit, so dass sich hier eine regelrecht mafiaartige Machtstruktur etablieren konnte, in der die Straßenkinder das schwächste und verletzlichste Glied der Pyramide sind.

Phnom Penh
Creative Commons License photo credit: eddy_

Sie sind Diejenigen die den schwärenden, faulenden Müll durchwühlen und sich der täglichen Gefahren der Verletzung, der Infektion mit fatalen Krankheiten und der Vergiftung mit ungefilterten Abfällen aussetzen. Nicht genug dass sich hier die Schwächsten der Schwachen in einer hochristkanten Umgebung wiederfinden werden sie auch in das kriminelle Netz der Erpressung und des Mordes verwickelt, das sich rund um den Handel mit recycelbaren Rohstoffen entwickelt hat. Allein in den letzten Jahren geht das Sozialministerium der kambodschanischen Hauptstadt davon aus, dass die Anzahl der Müllkinder in Phnom Penh von 400 Kindern im Jahre 2006 auf 10.000 bis 20.000 Kindern angewachsen ist. Dies spiegelt auch die ganze desaströse Lage in diesem Land wieder, in dem die Kinderarbeit eine mehr als gigantische Größe darstellt. Allein 1,5 Millionen Kinder sind hier zur Arbeit gezwungen, wobei die Meisten auf Feldern arbeiten müssen. Nun droht den Müllkindern jedoch Gefahr von anderer Seite. Die Schließung der größten Halden würde sie mit einem Schlag arbeitslos machen. Hilfsorganisationen kümmern sich daher inzwischen nicht nur um die Gesundheit der Müllkinder, sondern auch um eine erfolgreiche Eingliederung in einen „normalen“ Berufsalltag.

Written by Stefan

Februar 15th, 2011 at 4:43 pm

Posted in Allgemein

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