Sind Nachteulen faul?
Sechs Uhr morgens, die Vögel zwitschern und die Sonne scheint ins Schlafzimmer. Es gibt Menschen, die hält jetzt nichts mehr in den Betten. Auch nicht die Tatsache, dass Sonntag ist. Andere dagegen ziehen sich die Decke über den Kopf, verfluchen Sonne und schreiende Vögel und drehen sich noch mal um. Mindestens bis 10 Uhr.
Ob man Nachteule oder Lerche ist, hängt weniger mit dem Lebensstil als mit den Genen zusammen. Während die Eule nachts erst so richtig auflebt, werden der Lerche spätestens um elf die Augen schwer. Klar, dass man da morgens früh ausgeruht ist, während die Eule gerade mal zwei, drei Stunden im Bett ist. Und so sehr man sich auch anstrengt, gegen seine Gene kann man nichts machen. Da helfen auch keine Ausschlaftipps wie „Streichen sie ihr Schlafzimmer schwarz!“
Ungerecht wird die Sache bei Prüfungen, die morgens um 8 stattfinden. Hier haben die Lerchen einen ganz entscheidenden Vorteil. Sie sind frisch und ausgeruht, während die Eulen schon genug damit zu tun haben, nicht einzuschlafen. Wie soll man da noch Prüfungsaufgaben bewältigen?
Wer will, kann es ja mal mit einem dieser teuren Tageslichtwecker versuchen, die eine halbe Stunde vor der eigentlichen Weckzeit anfangen, langsam hell zu werden. Einige von ihnen spielen auch Vogelgezwitscher ab. Vielleicht hilft’s ja ein wenig.
